Biken # 46 – Zuerst der Jäger, dann lädierte Pfote!

An und für sich war es ein so herrlich frischer Morgen nach einer sehr kühlen Nacht. Dementsprechend schnell waren wir auch unterwegs – und auch das Wild schien den mit Frischluft gefüllten Morgen zu genießen…
Ich sah bereits in der Ferne von links den grünen Mann mit der geschulterten Flinte über den Feldweg kommen, als just Evita nach rechts ins Maisfeld abbiegt, weil gerade zwei Rehe darin verschwunden waren.
Genau JETZT war er unterwegs, der Jäger. JETZT, in dem Moment, in welchem Evita weder links von mir im Fuß, noch kurz vor meinem Bike trabt – sondern JETZT, als sie im Feld verschwunden ist!

Ich verlangsame das Tempo mit dem Bike und fahre in Richtung Jäger. Halte unwillkürlich die Luft an. Sende ein Stoßgebet an den Himmel. Hoffe, dass nun ja nix passieren wird!!!

Die Spannung wird aufgelöst, als Evita plötzlich im rasenden Galopp von hinten an mir vorbei pest, vor den Jäger rennt und diesen wir verrückt anbellt! Mir bleibt fast das Herz stehen!
Ich rufe sie ab – und sie kommt zu mir. Ich stammle ein kurzes “Bonjour”, leine meine Windhündin an und fahre schnell mit ihr zu einem kleinen Bach, damit sie sich etwas abkühlen kann.

Mein Herz klopft noch immer bis zum Hals, als wir unsere gewohnte Trainingsstrecke wieder aufnehmen. Da vorne links steht er ja noch, der Jäger! Schnell leine ich Evita abermals an, lasse sie im Fuß laufen und fahre mit dem Bike & Hund zu ihm.

Es läßt mir keine Ruhe, ich möchte mit ihm sprechen!

Und siehe da, der Jäger entpuppt sich als freundlicher älterer Herr, der leicht ins Schmunzeln gerät, als ihn Evita wieder anbellt. Wir reden sicherlich gute 10 Minuten miteinander und er findet es gut, wie ich zur frühen Morgenstunde mit meiner Hündin trainiere. Ja, er hat gesehen, wie gut sie horcht. Und ja, das ist doch klar, dass man sie nicht abrufen kann, wenn die Rehe genau vor ihr stehen. – Er hat Verständnis?! – Wir machen uns bekannt und ich erkläre ihm, dass ich Evita eigens immer einen Body anziehe, damit sie gut von den Bauern und auch von etwaigen Jägern gesehen wird. Wir verabschieden uns und ich lasse einen Gruß an unseren Garde Chasse ausrichten. Der Chasseur gibt mir noch ein paar Tipps und weist mich darauf hin, dass es auch andere Chasseur-Kollegen gibt, die nicht so nett sind. Ja, das ist mir klar!

Wir sind mit einem Schrecken davongekommen. Werde künftig noch besser schauen, damit ich Evita wirklich abrufen kann, bevor sie das Wild erspäht! Weidmannsdank!

😦 Wir sind zwar mit dem Schrecken davon gekommen, doch als ob es nicht genug gewesen wäre, verletzt sich Evita über Mittag beim Spielen ihre rechte Vorderpfote: Sie rennt im vollen Galopp in ein Wiesenloch 😦

Datum: 08.08.2012

Trainingsart: Bike
Temperatur: 13,0 Grad Celsius
Distanz : ca. 10,50km
Zeitdauer : 1:00:29
Geschwindigkeit: 10,41 km/h
D’schnittspuls: 114 Schläge/Min – höchster Pulsschlag 156! Das war der Jäger!

Frühstück: Müesli, Körnerbrot, 2 Tassen Kaffee

Zwischendurch: Vollkornbrötchen, Bananen, Mineralwasser.

Hauptmahlzeit:  Steinpilz-Risotto, Gemüse-Sugo, diverse Salate.

3 thoughts on “Biken # 46 – Zuerst der Jäger, dann lädierte Pfote!

  1. Salut Helga!

    Oh jeh -sag’ nix!!!
    Es sind die schlimmsten Sekunden, die man sich als Hundebesitzer vorstellen kann…
    Ja, wir hatten Glück – zum Glück!!!!

    Und dieses Glück wünsche ich jedem, der einen Hund hat!!!!

    Grüße an Euch und Eure DOBes,
    Bettina

  2. Pingback: Achtung, Treibjagd! « The Magyar Agars'

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